Single Malt Whisky

Charakter im Glas

Whisky ist ein anspruchsvolles wie kompromissloses Getränk. Ein Grund mehr ihn näher kennenzulernen.

Whisky ist das ideale Getränk für einen geselligen Männerabend. Oder wenn Sie nach einem anstrengenden Tag etwas entspannen wollen. Weil Whisky ein besonderes Getränk ist, haben wir die interessantesten Informationen für Sie zusammengestellt – vor allem zum beliebten Single Malt Whisky.

Das Mälzen und Maischen

Zuerst wird die Gerste zum Keimen gebracht. Die so aktivierten Enzyme wandeln die Stärke im Getreide in Malzzucker um. Dann wird der Keimvorgang mit heißer, trockener Luft oder durch heißen Rauch gestoppt. Für die Trocknung (das „Darren”) wird die Trocknungsanlage mit Torf befeuert, wodurch der entstehende Rauch seine Geschmacksstoffe an das Malz abgibt. Je nachdem, wie viel Torf verwendet wurde, wird der Whisky dadurch milder oder rauchiger. Die nun getrocknete Gerste wird zuerst gemahlen und dann in einem Bottich mit heißem Wasser vermischt. Insgesamt dreimal wird dem Gerstenbrei heißes Wasser hinzugefügt, um die Stärke aus dem Malz herauszulösen.

Die Gärung

Ist die Maische abgekühlt, wird sie in große Fässer mit einem Fassungsvolumen von 9.000 bis 45.000 Liter gefüllt. Dort wird sie mit Hefe versetzt, die Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid vergärt. Der Gärungsprozess ist nach 48 und 60 Stunden beendet. Die nach der Vergärung entstandene Maische – „Wash“ genannt – enthält zwischen 5% und 8% Alkohol.

Die Destillation

Für den Brennvorgang wird der Alkohol von der Maische getrennt. Dafür wird das Ganze zuerst in großen kupfernen Behältern erhitzt. Dann wird die Destillation in der zweiten kupfernen Brennblase wiederholt. Der Alkohol sowie der Großteil der Geruchs- und Geschmacksstoffe werden vom Wasser getrennt und konzentriert. Das Destillat wird in drei Segmente unterteilt: den Vor-, Mittel- und Nachlauf, wobei nur das Herzstück für die Whisky-Herstellung weiterverwendet wird.

Die Reifung

Ein Single Malt Whisky lagert 10-12 Jahre, ein sehr guter sogar mehr als 20 Jahre. In dieser Zeit entwickelt der Whisky seinen Charakter. Er löst die Geschmacks- sowie Farbstoffe aus den Fässern und verliert an Schärfe. Die Fässer spielen also eine wichtige Rolle. Die meisten Brennereien lagern den Single Malt Whisky überwiegend in amerikanischen Eichenfässern, in denen vorher Bourbon Whisky reifte. Andere Whiskys werden in Fässern gelagert, die vorher Portwein oder Sherry enthielten.

Die Lagerung

Nach der Abfüllung in Flaschen wird der Reifungsprozess unterbunden, damit die Dauer der Lagerung keinen Einfluss auf die Qualität und den Charakter des Whiskys nimmt. Voraussetzung dafür ist, dass er trocken, stehend und ohne direkte Sonneneinstrahlung gelagert wird. Wurde der Whisky bereits geöffnet, sollte er möglichst innerhalb von 6 Monaten getrunken werden.

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